Um die langfristige, nachhaltige und umfassende Verankerung von Gleichstellungsbestrebungen in der Organisation zu gewährleisten, ist ein Gleichstellungscontrolling notwendig.
Gleichstellungscontrolling ist die Integration von Gleichstellungszielen in die «routinemässigen Planungs- und Steuerungsprozesse eines Unternehmens oder einer öffentlichen Verwaltung». «Es zielt darauf ab, Gleichstellung als Querschnittsaufgabe zu verankern und die Umsetzungsverantwortung den Führungskräften und Entscheidungsträgerinnen und trägern zu übertragen». (Müller/Sander, Gleichstellungscontrolling 2005)
Kennzahlen und Indikatoren bilden eine unverzichtbare Basis für die Implementierung eines Gleichstellungscontrollings. Mit der Erhebung von Kennzahlen und Indikatoren verfügt die Leitung über ein Steuerungsinstrument, das ihr erlaubt, Entwicklungen im Bereich der Chancengleichheit zu verfolgen, die Wirkung von Massnahmen zu erfassen und die Zielerreichung konsequent zu messen. Zukünftige Handlungsfelder können erkannt und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess zu definierten Themenfeldern im Bereich Gender Mainstreaming und Chancengleichheit eingeleitet werden.
Leitfaden
Im Auftrag des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) erarbeitete das Institut „Kennzahlen und Indikatoren für ein Gleichstellungscontrolling – ein Leitfaden für Fachhochschulen“. Der Leitfaden stellt eine Auswahl von Kennzahlen und Indikatoren zur Chancengleichheit von Frauen und Männern an Fachhochschulen zur Verfügung.
Datenerfassung
Das Excel-Tool erleichtert die Datenerfassung, unterstützt die Berechnung der Kennzahlen und Indikatoren und ermöglicht ihre Visualisierung. Es erlaubt eine Momentaufnahme. Leitfaden und Excel-Tool können kostenlos heruntergeladen werden.
